Nachhaltigkeitsbericht 2018

Dauermonitoring von Brücken

Brücken sind neuralgische Punkte des Verkehrswesens. Sind sie nicht mehr begeh- oder befahrbar, bricht der Verkehr in kürzester Zeit zusammen. Stürzen sie während ihres Betriebs sogar ein, kommt es zu einer Katastrophe.

Bilfinger hat auf Basis von Schallemissionsanalysen ein Verfahren zum Dauermonitoring von Brücken entwickelt. Die Idee: Jeder Riss, jede kleinste Veränderung im Gefüge eines Bauwerks führt zu Schallemissionen. Fängt man diese Emissionen mit Hightech-Sensoren und entsprechenden Softwareprogrammen auf, werden Veränderungen in der Substanz des Bauwerks sofort erkennbar.

„Mit dieser Technologie heben wir die Prüfung von Brücken auf ein neues Level“, sagt Ronald Hepper, Geschäftsführer Bilfinger Noell. „Wir sind damit in der Lage, Schädigungen im Bauwerk frühzeitig zu erkennen und diese exakt zu orten. Auch unter anspruchsvollen Umweltbedingungen, wie Frost, Hitze, Erschütterungen oder Lärm, können wir mit der smarten Schallemissionsprüfung Ereignisse im Bauwerk lückenlos ermitteln, analysieren und beobachten.“

Gemeinsam mit den zuständigen Verkehrsbetrieben wird diese Technologie bereits an einer Talbrücke bei Fulda im Rahmen eines Pilotprojekts getestet. Während des Monitorings erhalten die zuständigen Verkehrsbetriebe fortlaufend Online-Informationen über den Zustand des Bauwerks.

„Wir verwenden ein eigens entwickeltes Programm zur Auswertung des Dauerbetriebs, das rund um die Uhr im Einsatz ist. Es kann die eingehenden Signale der Brücke wie Schall und Temperaturen mit Hilfe der an der Brücke befestigten Sensoren interpretieren und nach einem Ampelsystem klassifizieren. Mit dieser Technologie tragen wir nicht nur zu einer höheren Sicherheit, sondern auch zu einer längeren Nutzungsdauer von Brücken bei“, so Hepper.